Vom 19. bis zum 21. Oktober 2011 fanden in München die Medientage 2011 statt.
Gegründet wurden Sie 1987 und feierten damit dieses Jahr ihr 25jähriges Jubiläum – So haben die Münchner Medientage sich seit dem zu einem der bedeutendsten Medienkongress in Europa gewandelt.
Aufgeteilt waren die Medientage wieder in eine kostenfreie Messe mit verschiedenen Ausstellern aus der Medienlandschaft und einen kostenpflichtigen Kongress mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen. In den drei Tagen diskutierten so in etwa 500 Referenten in 90 einzelnen Veranstaltungen über neue und alte Medien.
Wie bereits im letzten Jahr war munichevents natürlich wieder für Sie vor Ort.
Auf der Messe waren verschiedene Aussteller aus den Bereichen der öffentlichen und privaten Fernseh- und Radiolandschaft, so fand man zB Sky Deutschland, T-Systems, Kabel Eins und ProSieben neben Arte, dem Bayerischen Rundfunk und dem Deutschlandradio. Außerdem hatten einige Verlage und Firmen wie Horizont, Werben&Verkaufen oder Samsung Electronics einen Stand.
Spannend war es am Mediencampus, hier lud beispielsweise afk-tv, der Aus- und Fortbildungskanal des bayerischen Rundfunk zum mitmachen ein. So konnte man sich in der Moderation eines kurzen Textes vor laufender Kamera probieren, bekam Tipps von den Profis und konnte anschließend die aufgenommene Moderation analysieren und Verbesserungstipps erhalten.
Auch lustige Dinge waren zu sehen, so z.B. dieses selbstspielende Klavier. Durch einen Touch-Computer konnte man ein Musikstück auswählen, das Klavier spielte dann selbstständig (inkl. Bewegung der richtigen Tasten) das Lied ab.
Beim Kongress war Facebook und Google ein oft genanntes Thema.
Beim Onlinegipfel (Thema: “Das Internet – ein rechtsfreier Raum?”) beispielsweise gab Dr. Rainer Esser (Geschäftsführer Zeitverlag Gerd Bucerius und DvH Medien, Hamburg) augenzwinkernd zu, das seine Frau und er selbst die einzigen in Facebook wären, die nicht sehen könnten was die eigenen Kinder tun.

Auch am späten Nachmittag ging es wieder um Facebook, Dr. Richard Heigl (Geschäftsführer Hallo Welt! Medienwerkstatt, Regenburg) sprach auf der Bühne beim gut gefühlten Medien darüber, “warum facebook stirbt”.
Mittags hielten Robert Bosch (Groupon), Thomas Helbing (Ray Sono), Joachim Bader (Clanmo) und Prof. Dr. Martin Span (LMU) kurze Vorträge zu den Themen mobile Couponing, local bases services, apps im mobile marketing und das Zusammenwachsen der on- und offlinewelt. Hier berichteten sie jeweils von eigenen Erfahrungen, was recht unterhaltsam und spannend war.
Im großen und ganzen waren die Medientage wieder unterhaltsam und auch lehrreich, wenngleich auch das Gefühl aufkam das noch nicht alle Besucher und Aussteller in der neuen Welt angekommen waren. So hielten sich beispielsweise die Beiträge bei twitter ziemlich in Grenzen, was uns verwundert, gerade beim Motto der diesjährigen Medientage, welches mobile – social – local lautete.







Comments on: "Medientage München 2011" (5)
“(…) wenngleich auch das Gefühl aufkam das noch nicht alle Besucher und Aussteller in der neuen Welt angekommen waren (…)”.
Genau, die zurückgebliebene Zielgruppe ist schuld! Beim Begriff “neue Welt” gibt es bei mir übrigens immer schöne Assoziationen zu Huxley und Rumsfeld.
Und durchaus auch Orwell. Aber soll man sich deswegen davor verschließen? Auf einer solche Messe habe ich persönlich eben mehr in dieser Richtung erwartet.
Grüße
Johannes
Vielleicht haben die Leute ja doch nicht so ein großes Bedürfnis, jeden noch so kleinen Gedankenerguss schriftlich in die Welt zu schicken?
Naja, Aussteller wahrscheinlich mehr als Besucher. Möglicherweise sind die „neuen“ Medien Facebook, Twitter und Co. bereits genauso von der Industrie okuppiert, wie das Internet an sich.
Das kann natürlich sein, ja. Passt dann aber wie gesagt meiner Meinung nach nicht zu dem Motto der Veranstaltung. Es geht auch gar nicht unbedingt darum “jeden noch so kleinen Gedankenerguss schriftlich in die Welt zu schicken”, sondern um die so schön genannten “Location based Services” etc.
JM
Vielleicht haben die Leute ja doch nicht so ein großes Bedürfnis, jeden noch so kleinen Gedankenerguss schriftlich in die Welt zu schicken?
Naja, Aussteller wahrscheinlich mehr als Besucher. Möglicherweise sind die “neuen” Medien Facebook, Twitter und Co. bereits genauso von der Industrie okuppiert, wie das Internet an sich.